Knuddels – Fake, Bots und Perverse

Knuddels war einmal attraktiv. Viele von uns kennen noch den deutschen pinken Chat – Noch vor WhatsApp oder facebook fragte man in der Schule, ob man denn Knuddels hat, klar!

Aber was ist mit deutschlands größter Chatplattform geworden? Wir klären auf!

Bots – automatische Programme antworten dir

Ja, wirklich! Ob männlich oder weiblich, die Community schwimmt nur noch in solchen Scheinnutzern.

Hier gibt es zwei Arten von dieser – Eine davon scheint von einer KI gesteuert zu sein, auch wenn diese schlecht ist.

Ohne verleumdend zu wirken, äußern einige Nutzer, dass diese KI-Bots von Knuddels selbst eingesetzt werden würden um Aktivität im Chat vorzugaukeln. Immerhin würde sich auch keinerlei anderen Gründe hierfür finden. sie sind einfach da und führen Gespräche und antworten – Auch wenn manchmal etwas skuril.

Anhand des Screenshots habe ich mir natürlich einen Spaß erlaubt – Ich habe herausgefunden, dass diese KI-Bots leicht zu triggern (also zu beeinflussen) sind. Diese nehmen nämlich unbekannte Wörter ziemlich schnell auf und sabbeln diese vor sich hin. Hat man dann gleich mehrere KI-Bots in einem Channel, kann man die durch geschicktes öffentliches anschreiben dazu bewegen, sich gegenseitig öffentlich zu antworten.

Das ganze Thema wird schon etwas länger im Forum von Knuddels.de disskutiert. Eine Reaktion seitens der Betreiber sind eher desinteressiert. Laut aussagen würde man sich das Problem ansehen (dieses kam natürlich erst nach Monaten der Kritik).

Das Thema kann selbst verfolgt werden, das Forum ist aber für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Schließlich will man keine schlechte PR haben. Deswegen werden da auch außenstehende kaum etwas von mitbekommen. Den Diskussionsthread findet ihr hier: Was unternimmt Knuddels eigentlich noch gegen Bots?

Fakenutzer – Sehr typisch

Ja, es gibt sie hier besonders. Meist als weiblicher Nutzer getarnt und mit einem hübschen Bild, was leider kaum durch reverse image searching wie zum Beispiel TinEye oder Google-Images unauffindbar ist. Meist sind die Bilder anscheinend so überarbeitet, dass man diese hierdurch nicht auffinden kann.

Heute schrieb mir ein Fake-Profil. Eine nette Frau, die mir auf einmal im kik-Messenger Pimmelbildchen schickte. Natürlich wurde das ganze im knuddelseigenen Meldesystem gemeldet. Passiert ist nichts. Was passiert ist, dass ich von einem sehr netten Admin mit dem Namen König Gil-Galad in allen Chaträumen gemutet wurde: der Vorwurf, jemanden als „Fake“ zu betiteln wäre verboten.

Dabei war das ganze ja noch nicht mal verleumdend oder eine falsche Tatsache. Verstanden hätte man es, wenn man jemanden einfach grundlos zu etwas bezichtigt, aber es lag ja auf der Hand.

Die Administration

Knuddels setzt schon seit Anfang an auf ehrenamtliche Nutzer, die sich administrativ beteiligen.

Egal, welche Probleme existieren, insbesondere die aktuellen Probleme über Fake- und Botaccounts werden getrost ignoriert, was auch im folgendem Beispiel gerade dem Jugendschutz nicht zu gute kommt:

Minderjährige (insbesondere unter 14-16 jährige) melden sich mit einem falschen Alter an!

Der amüsanteste Fall war eine 11 jährige Nutzerin, die sich den Nicknamen „Bin 11 jahre alt“ anlegte, aber im Profil 18 Jahre angab. Anscheinend kam sie gerade in der Pubertät und fing an, sich für das andere Geschlecht zu interessieren. Natürlich wurde das ganze an entsprechenden Stellen gemeldet, denn Knuddels trägt einfach schon seit Jahren den „Pädo-Chat“ namen – Das ist keine Verleumdung, sondern eine freie Meinungsäußerung und den Tatsachen, die dort stattfinden.

Wie viele männliche Nutzer über 30 Jahren sich schon mit ihr unterhalten haben und ob bereits ein Austausch auf externe Messenger stattfand kann man sich nur erahnen.

Am dreistesten war dann die Administration. Denn anstelle hier einzugreifen um die minderjährige Person zu schützen (immerhin besitzen diese das Hausrecht und sind auch verpflichtet, den Jugendschutz zu wahren), konnten diese angeblich keine Aktionen durchführen um dies zu unterbinden – Man verwies mich dem Verify-Team (dieses prüft die Altersangaben beim jeweiligen Nutzer über den Ausweis).

Ich also, als normaler Nutzer, muss mich erst bei zig Stellen melden, damit dieser „Fall“ bearbeitet wird. Dabei hat die Administration zu diesem Zeitpunkt bereits Kenntnis davon erlangt. Nur die Faulheit zeigt, dass man keine weiteren Schritte unternimmt, sondern einfach auf andere Stellen verweist.

Ergo, man wartet erst einmal wochenlang, bis sich ein sogenannter „Verify-Teamler“, von denen es nur eine Hand voll gibt, bei dem jeweiligen Nutzer meldet und nach eine Kopie des Personalausweises verlangt – Hier gibt es natürlich eine Frist von einigen Tagen/Wochen.

Ein minderjähriges Mitglied kann also frei und ohne weitere Probleme über Wochen in dieser Chatplattform herumschwirren, wer weiß, was in dieser Zeit mit diesem „Kind“ passiert.

Perversitäten an der Tagesordnung

Es ist noch schlimmer geworden!

Nutzer fragen öffentlich in den Chaträumen und spammen mit ihren notgeilen Äußerungen. Vorzugsweise weibliche Nutzer bieten dabei ihren kik-Messenger Namen an und verschicken im Gegenzug von Amazon-Gutscheinen ihre Nacktbilder.

Äußerungen wie „Wer will ficken?“ oder diverse Fetische sind hier an der Tagesordnung. Wirklich normale Nutzer werden dort für Lappalien gesperrt, perverse Nutzer aber schwirren Tagelang mit den selben Aussagen herum.

Hier erkennt man, was dem Betreiber wirklich wichtig ist – Jedenfalls keine normalen Nutzer. Immerhin gibt es bereits unzählige pornografische und sexistische Räume wie Matratzensport, Erotic, Dom&Sub sowie einige andere, die man nicht unbedingt aufzählen muss. Und ja, diese Räume finden sich ganz weit oben, wenn man als neuer Nutzer sich angemeldet hat.

Und nun?

Wir empfehlen, Knuddels zu meiden. Es ist keine attraktive Chatplattform mehr, wie früher. Kapitalismus ist hier voll und ganz angekommen – Die Geschäftsleitung kümmert sich um keinerlei Probleme, Hauptsache das Geld der Nutzer für Premium-Dienste fließt.

Als erziehungsberechtigte Eltern kann ich persönlich nur Raten: Schützt eure minderjährigen Kinder, in dem ihr Knuddels verbannt.

Dies könnt ihr ganz einfach durch einen Port-Filter im Router vornehmen. Ist der Port 2710 blockiert, kann Knuddels nicht mehr gestartet werden. Vorsichtshalber kann man dann zusätzlich noch die Domains wie „Knuddels.de“ sperren.

Information:
Dieser Beitrag basiert auf Tatsachen und vorhandenen bzw. abgelaufenen Ereignissen. Strafbare Handlungen wie Verleumdungen nach § 187 StGB finden nicht statt, da die beschriebenen Tatsachen sich so wie beschrieben ereignet haben.

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